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Kennt ihr schon unsere Kids-Aktionen?
Okt
12

Habt ihr schon mitbekommen, dass wir mindestens 2x im Jahr eine Kids-Aktion anbieten? Vor ein paar Jahren haben wir damit angefangen uns zu verschiedenen Themen besondere liebevolle Foto-Sets auszudenken. Wir lieben es uns derart kreativ ausleben zu dürfen und einen Vorteil für unsere Kunden bringt es auch noch mit sich: dadurch dass wir jedes Set einmal für viele Kunden aufbauen, können wir es für jeden Einzelnen für einen günstigen Shootingpreis anbieten. Viele Kunden melden sich sogar zu jeder Kids-Aktion an weil sich die Kleinen so schnell verändern. Durch die Aktion, die Mini-Shootings, haben sie die Möglichkeit die Entwicklung der Kids festzuhalten ohne jedes Mal ein großes Fotoshooting buchen zu müssen. Mittlerweile haben wir einen Email-Verteiler für die Interessenten dieser Aktionen - wer darauf steht bekommt als erstes die Infos zu den Aktionen, bevor sie offiziell online gehen. Wenn ihr dabei sein wollt schreibt uns einfach eine email an info@sarahkastner.de, dann nehmen wir euch in den Verteiler auf.

Und so sieht unsere diesjährige Winter-Kids-Aktion aus :-)

(Sie ist übrigens schon fast ausgebucht, aber ein paar einzelne Termine gibt es auch noch.)

Kids-Aktion

 

Mini-Session

 

Weihnachtsangebot

 

Fotoshooting im Ausland – wie finde ich ein Model?
Sep
11

Wie du vielleicht mitbekommen hast, bin ich (Sarah) gerade im Urlaub. Und wer mich etwas besser kennt, der weiß, dass ich auch im Urlaub nicht ohne die Kamera sein kann ;-)

 

Nun reise ich grade durch die USA und die Lichter von Las Vegas sind fotografisch natürlich super beeindruckend. Nachdem ich beim letzten Las Vegas Besuch schon Stadtaufnahmen erstellt habe, wollte ich nun unbedingt mal ein Peopleshooting umsetzen.

Die Herausforderung: Wie komme ich an ein geeignetes Model? Dies wird uns tatsächlich durch die sozialen Medien relativ einfach gemacht. Du musst dir etwas Zeit nehmen und loggst dich z.B. bei Instagram ein. Dort kannst du nach Hashtags suchen. Ich habe es erst mit #LasVegas probiert und dabei festgestellt, dass ich dann wirklich ALLES zu sehen bekomme. Im nächsten Versuch habe ich mich dann für #LasVegasModel entschieden. Hier kam ich zu den von mir gesuchten Hobby- und Profimodellen. Ich habe ein paar Mädels angeschrieben und zwei haben mir geantwortet. Mit einer habe ich dann das Shooting umgesetzt, seh selbst:

Fotoshooting in Amerika

 

Fotoshooting in Las Vegas

 

Fotoshooting in der Dämmerung

 

Fotoshooting im Urlaub

 

Peopleshooting in Henderson

 

Neues Imagevideo online
Jul
02

Wir haben leider schon eine ganze Weile nicht mehr von uns hören bzw. lesen lassen. Grund dafür waren zwei Dinge:
1. waren wir in jeder unserer freien Minuten mit der Umsetzung von Anforderungen ausgelastet, die sich für uns aus der neuen DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ergeben und
2. haben wir parallel noch ein Imagevideo geplant, umgesetzt und geschnitten.


Das Video war für uns eine Herausforderung, denn wie ihr wisst, ist Film nicht das Metier, mit dem wir täglich umgehen. Zwar wissen wir grundsätzlich wie es funktioniert und haben auch die Technik zur Hand, aber bis man sich in alle Details reingefummelt hat, vergeht doch viel Zeit.


Vor allem Hella und Eva haben sich des Themas Video angenommen. Eva hat viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt und Hella hat am Ende den Feinschliff des Videoschnittes übernommen. Unterstützt wurden wir von dem wandelbaren Model Nadine Faupl und von unserer kreativen Make-up Artistin und Frisörmeisterin Amrei Dittmann .

Eigentlicher Grund des Videos ist dass wir euch mal die Möglichkeiten aufzeigen möchten was mit verschiedenen Hintergründen und Stylings alles möglich ist - und jede Frau schlüpft doch gerne mal in verschiedene Rollen, hab ich recht?

Jetzt haben wir es geschafft und sind ganz stolz auf das Ergebnis, schaut doch mal rein:
 

 

"DS-GVO". Datenschutz für Eure Bilder und Daten
Apr
22

Die Truppe von Sarah Kastner Fotografie kommt derzeit nicht so recht zur Ruhe. Momentan sind aber nicht irgendwelche Hacker bei einem Provider verantwortlich, sondern Änderungen in der Gesetzgebung, die alle Unternehmen betreffen, die personenbezogene Daten speichern oder verarbeiten. Da Fotografen z.B. eure Bilder und zugehörige Namen speichern/ bearbeiten, betrifft es sowohl uns als Fotografen als auch Euch. Es sind schließlich EURE Daten.

Ein neues Gesetz..........und das Team ist für einige Zeit voll unter Strom! Schließlich muss alles implementiert sein, wenn die DS-GVO am 25. Mai in Kraft trifft.
Naja, ehrlich gesagt, haben wir ja schon vor 2 Monaten angefangen. Durch die Geschichte mit den Hackern hatte sich der Schwerpunkt dann allerdings für 2 Wochen etwas verlagert, aber seit dem sind wir wieder voll mit dem Thema beschäftigt. 

Achso, wir müssen ja noch sagen, was DS-GVO eigentlich ist. Diese Abkürzung steht für Datenschutz-Grundverordnung. Dabei handelt es sich um eine europäische Initiative im Bereich des Datenschutzes. Hier mal einige Hintergrundinformationen, wobei die Aufzählung bei weitem nicht vollständig ist, Es geht u.a. darum, 

a) die unterschiedlichen Standards in den verschiedenen Mitgliedsstaaten zu vereinheitlichen
Bisher war es so, dass in einigen EU Ländern durch die lokale Gesetzgebung sehr hohe Anforderungen gestellt wurden (z.B. Deutschland, Österreich, Italien....), in anderen aber eher lasche Gesetzesvorgaben existierten. Von anderen Ländern, insbesondere USA, China, aber auch Großbritannien etc, ganz zu schweigen.

b) die Durchsetzung des Datenschutzes durch eine starke Erhöhung der Bußgelder/ Strafen zu verbessern
Konnten aufgrund der lokalen Regelungen bei Verstößen gegen den Datenschutz meist nur Strafen von einigen Tausend Euro bis zu ca. 100.000 € ausgesprochen werden, so liegen die neuen Grenzen doch deutlich darüber. Für kleine Unternehmen sind 5.000, 10.000 oder gar 100.000€ (alte Höchstgrenze in D) natürlich viel Geld, die großen Unternehmen konnten das allerdings aus der Portokasse zahlen (denkt z.B. mal an Facebook). Jetzt gibt es eine Grenze, die am Umsatz gemessen wird. 4 % des Jahresumsatzes - das ist schon eine Hausnummer. Wohlgemerkt "Umsatz, nicht Gewinn!". Machst du 10 Milliarden Umsatz, kann es dich mit 400 Millionen Strafe treffen. Da zuckt auch Zuckerberg, wie alle feststellen können, die sich heute mal im Faselbuch einloggen.

c) Wettbewerbsgleichheit
Die Regelungen der DS-GVO gelten auch für im Ausland ansässige Unternehmen (z.B. USA), wenn sie mit Verbrauchern in der EU Geschäfte machen möchten, z.B. über das Internet. Das schafft Gleichheit. In der Vergangenheit hatten die europäischen/ deutschen Unternehmen durch den Datenschutz deutlich höhere Kosten zu tragen als diese Mitbewerber.

Datenschutz

Vergleich einiger Staaten im Datenschutz. Je heller der Farbton, desto besser der Schutz (Stand 2007 lt. Organisation Privacy International). Quelle: Von Wüstling - own work, based on Image:Privacy_International_2006_privacy_ranking_map.png, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4300303

Und was bedeutet das für diejenigen, die nur mal ein (Pass-) Bild möchten?
Keine Angst, es gibt zwar etwas mehr als vorher zu beachten, aber das betrifft uns. Bei einem einfachen Passbild werdet ihr das gar nicht bemerken. Außer, dass wir euch im Studio fragen werden, wann ihr zum Passamt wollt. Denn nur so lange werden wir i.d.R. die Bilder aufbewahren, also speichern. Das tun wir, falls es wirklich einmal zu einer Reklamation durch das Passamt kommen sollte und wir evtl. etwas retuschieren müssen. Nach Ablauf der Frist wird den Bildern dann im nächsten Löschlauf der Garaus gemacht.

Anders sieht es aus, wenn ihr z.B. eine ganze Fotoserie von euch und evtl. eurem Lebenspartner haben möchtet. Dann werden wir euch auf einige Dinge hinweisen und ihr könnt dann ja oder nein sagen. Zum Beispiel werdet ihr entscheiden, wie lange wir die Bilder für evtl. Nachbestellungen speichern dürfen, Falls ihr das nicht möchtet, könnt ihr ankreuzen, dass wir löschen sollen, sobald ihr eure ausgewählten Bilder erhalten habt. Auch werden wir euch auf euer Widerrufsrecht hinweisen müssen. In der Regel sind es nur wenige Dinge, die auch nicht viel Zeit kosten werden, aber ..... wir müssen euch lt. Gesetz darauf hinweisen und ihr habt dann die Wahl, meist durch ankreuzen.

Alles also nicht so schlimm für euch, für uns aber jede Menge Arbeit, da auch interne Abläufe angepasst und dokumentiert werden müssen !

Ach ja, eine Kleinigkeit gibt es da doch noch. Mal eben schnell ein Bild vorab per Email oder gar per unverschlüsseltem Messenger zuschicken.....das ist jetzt verboten. Es dürfen für die Datenübertragung nur noch verschlüsselte Wege benutzt werden, Aber auch dafür werden wir eine Lösung haben.

Falls ihr Fragen habt, könnt ihr uns bei der Vorbesprechung eurer Shootings gerne fragen. Wie ihr es von uns gewohnt seid, werden wir alles nach bestem Wissen und Gewissen erklären. Transparenz war für uns noch nie ein Problem und so wird es auch bleiben - Datenschutz hin oder her. Schließlich geht es um das wichtigste, das wir haben.....zufriedene Kunden.

Bis demnächst
Euer Team von Sarah Kastner Fotografie

Hacker und andere nette Leute
Mär
31

Viele haben es wahrscheinlich mitbekommen. In den letzten beiden Wochen gab es leider viel Extraarbeit durch einen Hackerangriff bei unserem Provider. Bei uns waren die Internetseite und leider auch unsere am besten bekannte Emailadresse betroffen. Irgendwer hat sich wohl auf dem Server unseres Providers so richtig ausgetobt und kreuz und quer alles gelöscht, was irgendwie erreichbar war.

Leider haben auch wir das massiv zu spüren bekommen, u.a. dadurch, dass plötzlich die Anzahl der Kundenanrufe dramatisch in die Höhe schnellte. An die Bearbeitung von Kundenaufträgen war kaum zu denken, da die Telefone permanent klingelten. Neben Antworten zu den erwarteten Fragen "Was ist denn passiert?", "Ist es schlimm?", "Wann kommt die Seite denn wieder online?" "Warum geht die Email nicht?" usw. gab es auch Etliches, was sonst die Webseite beantwortet hatte. Fragen zu Fotoshootings, Events, Unterschiede bei den einzelnen Angeboten zu Fotoserien, Preisen, Terminen u.v.m.

Zu allem Überfluss war das gesamte Fotografinnenteam am ersten Werktag auch noch auf einer Weiterbildung, was die Situation nicht verbessert hat. Und dass die Standard-Emailadresse auch nicht funktionierte, war natürlich schon fast der Supergau.

Es galt also Alternativen anzubieten, was ohne Internetseite natürlich recht schwierig ist. Kurzinfos via Instagram und Facebook sind doch recht unvollkommene Werkzeuge, wenn man gezielt die Kunden informieren möchte.

Hatten wir anfangs noch die Hoffnung, dass das Ganze nur eine Sache von einigen Stunden sein würde, wurden wir doch recht schnell eines Besseren belehrt. Der Schaden bei unserem Provider war deutlich größer als von außen erkennbar. Nicht nur die Seiteninhalte vieler Unternehmen waren weg, auch die dringend benötigten Sicherheitszertifikate waren gelöscht worden. Lücken in der Datensicherung des Providers machten das Chaos für uns als Kunden dann perfekt.

Immerhin, die Standard-Emailadresse "info@sarahkastner.de" funktionierte nach "nur drei Tagen" schon wieder (wir sind gar nicht ironisch, oder?). Die ebenfalls eingerichtete Webseitennotlösung wird lt. Aussage unseres Webmasters heute wieder durch die Originalseite ersetzt werden. Wir sind gespannt, ob dieses Drama heute wirklich ein Ende haben wird.

An dieser Stelle entschuldigen wir uns ganz aufrichtig bei all unseren Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Für uns geht heute hoffentlich eine sehr schwierige Zeit mit viel Extraarbeit zu Ende, so dass wir uns wieder voll und ganz unseren Kunden widmen können. 

 

Nicht vergessen wollen wir aber auch die positiven Kleinigkeiten, die wir in den letzten 14 Tagen gelernt haben:

- unsere Kunden haben sehr viel Verständnis und auch terminliches Entgegenkommen gezeigt

- das Team hat sich über alle Maßen engagiert, um die Kunden trotz all der Schwierigkeiten zufrieden zu stellen

- Freunde waren ohne besondere Aufforderung für uns da und haben uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt

- wir haben gerade rechtzeitig Schwachstellen erkannt, die wir jetzt verbessern können

 

Sicher keine Kleinigkeit ist die Erkenntnis, dass keine Kundendaten oder gar Bilder gestohlen werden konnten. Diese Daten sind aufgrund des bestehenden Sicherheitskonzeptes** nicht ausgelagert und auch von außen nicht zugänglich. Für Sie als Kunde, aber auch für uns, sicher eine beruhigende Nachricht.

Jetzt bleibt uns nur noch, allen ein ruhiges und erholsames Osterfest zu wünschen. Genießt die freien Tage, wir tun es auch.

Euer Team von Sarah Kastner Fotografie

 

** Ein Konzept, dass wir übrigens gerade weiter ausbauen. Wie, das berichten wir im nächsten Artikel, wenn wir eine weiteren Einblick hinter die Kulissen gewähren werden.

Was man bei der Wahl eines Fotografen beachten sollte
Mär
17

Immer wieder hören wir von Kunden Horrorstorys von früheren Fototerminen. Egal ob es Businessportraits in der Firma waren, der Kindergartenfotograf oder auch der private Fototermin. Noch schlimmer wird es häufig beim Thema Hochzeitsfotografen.

Dies hat uns veranlasst mal ein paar generelle Tipps zu geben, die ihr bei der Wahl eines Fotografen beachten solltet:

Beschreibung

Sarah Kastner im Shooting 

  1. Trefft eure Entscheidung nicht nur nach dem Preis! Bei Herrn Billig bekommt ihr in der Regel auch billig! Ein Fotograf muss von seinem Verdienst nicht nur seinen Lebensunterhalt bestreiten. Die Ausrüstung ist extrem kostspielig und wird durch den Dauereinsatz stark belastet. Um nur ein Beispiel zu nennen: eine Kamera hält 1 oder max. 2 Jahre. Am Ende sollte auch noch was für Urlaub und andere Freizeitaktivitäten übrig bleiben. Immer daran denken: der Fotograf beschäftigt sich jeden Tag mit dem Thema und ist somit deutlich versierter als Gelegenheitsfotograf Herr Billig.

  2. Vorsicht bei Hobbyfotografen! Viele Hobbyfotografen haben zwar das ein oder andere Foto mal gut hinbekommen, aber klappt es dann auch bei eurem Fototermin oder waren die Fotos, die ihr gesehen habt nur, die „Lucky Shots“ (Glückstreffer)? Ein Portraitshooting kann man vielleicht beim Profi nachholen, eine Hochzeit mit total verbockten Hochzeitsfotos aber nicht. Also braucht ihr jemanden, der immer gute Bilder hinbekommt - nicht nur gelegentlich mal ein paar Glückstreffer.

  3. Schaut euch vorab unbedingt die Arbeiten des Fotografen an! Hierfür eignet sich im modernen Zeitalter die Website. Die Website ist unsere Visitenkarte: Hier erfahrt ihr nicht nur etwas über den Fotografen selbst ,sondern könnt auch die Arbeit ansehen. Wichtig hierbei: Viele "Fotografen" zeigen auf der Website immer die besten Fotos! Wenn euch also diese Fotos schon nicht überzeugen, wird es beim Fototermin auch nicht besser werden, denn er kann es nicht besser! Vergleicht zudem mehrere Fotografen-Websites, um ein besseres Gefühl zu bekommen.

  4. Achtet auf den Stil des Fotografen! Das ist ganz wichtig, denn der Fotograf für den ihr euch entscheidet, sollte den Stil treffen, den ihr euch vorstellt. Und diesen sollte er von vornherein mitbringen. Wenn der Fotograf sich für euch kreativ umstellen soll, wird das schwierig.  Dann kann er nicht so arbeiten, wie er es in seinem eigenen Stil gewohnt ist. Auch Fotografen brauchen Jahre, ihren eigenen Stil zu finden und zur Perfektion zu entwickeln. Aber den beherrschen sie dann aus dem FF.

  5. Welche Spezialisierung sollte der Fotograf aufweisen, den ihr sucht? Achtung vor dem Fotografen der alles anbietet! Ihr möchtet sicher kein 0815-Foto, denn dann hättet ihr es wahrscheinlich schon selbst fotografiert. Wenn dein Fotograf in seinem Portfolio nur Architekturfotos zeigt, dann wird er sicherlich nicht der Richtige sein für eine Portraitsession. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Gerade in der Peoplefotografie hat das auch viel mit dem Wissen um Abläufe zu tun, wie ihr im nächsten Punkt erfahren könnt.

  6. Wie viel Erfahrung hat der Fotograf? Das ist vor allem entscheidend bei solchen Themen wie Hochzeit, denn diese könnt ihr nicht noch mal wiederholen! Erst nach einiger Erfahrung weiß der Fotograf, wie eine Hochzeit abläuft. Welche Abläufe kommen auf ihn zu, was kommt wann und darf nicht verpasst werden? Nichts ist schlimmer als wenn Onkel Bernd, der eine Spiegelreflexkamera besitzt, die Hochzeit fotografiert und den Ringwechsel verpasst hat, weil er grade am Eingang der Kirche stand um ein schönes Übersichtsbild zu schießen. Es geht natürlich noch schlimmer – in diesem Fall bin ich nämlich davon ausgegangen, dass Onkel Bernd auch tatsächlich fotografieren kann und nicht vergessen hat, den Akku zu laden; alles schon gehört!. Berufsfotografen lernen all die Dinge, auf die sie achten müssen während der Ausbildung, sofern sie sich für den entsprechenden Ausbildungsgang entschieden haben. 

    Hierzu könnt ihr euch vorab gut ein Bild auf der jeweiligen Homepage machen: Hat ein Fotograf z.B. im Sektor „Hochzeit“ nur Bilder von einem einzigen Hochzeitspaar, hat er bisher wohl maximal erst eine Hand voll Hochzeiten fotografiert. Die meisten Kunden haben kein Problem damit wenn ihre Hochzeitsfotos ausgestellt werden (anders kann das im Bereich der Aktfotografie sein).

  7. Wie schnell antwortet der Fotograf auf eure Anfrage? Besonders Kreative sind manchmal sehr chaotisch. Auch wenn sie gute Fotos erstellen, arbeiten manche ganz und gar nicht kundenorientiert. Ich habe tatsächlich schon des Öfteren gehört, dass der ein oder andere mehrere Monate auf seine fertigen Bilder warten musste. Zuverlässigkeit und Kundenservice sollte eurem Gegenüber kein Fremdwort sein. Schließlich wollt ihr eure Danksagungen mit ein paar Hochzeitsbildern nicht erst zur Silberhochzeit verschicken.

  8. Schon mal überlegt, was passiert, wenn der Fotograf zum vereinbarten Termin krank wird?Krank werden kann jeder, das ist nicht das Thema. Aber wollt ihr dann die Hochzeit verschieben, bis er wieder gesund ist? Natürlich nicht! Toll wenn der Fotograf eurer Wahl nicht alleine dasteht, sondern Kollegen an der Hand hat, die einspringen können. Ein gutes Fotografenteam plant Termine immer so, dass nicht alle Kollegen/ Kolleginnen gleichzeitig z.B. auf Hochzeiten fotografieren. Eine/r ist im Fall der Fälle als Backup verfügbar.

  9. Das Thema Vorbesprechung und Beratung! Profis bieten vorab einen Beratungstermin an, gerade bei Hochzeiten oder Events. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Fotograf viel redet. Zuhören und gezielt Fragen stellen ist wichtiger. All diese Dinge braucht der Fotograf, um sich entsprechend vorbereiten zu können und den Ringtausch eben nicht zu verpassen. Laufen bei größeren Events mehrere Dinge parallel, müssen vielleicht zeitweise mehr als nur ein Fotograf vor Ort sein - natürlich mit dem für ihren Teil passenden Equipment. Kann euer Fotograf das leisten?

 

Abschließend ist wichtig zu wissen: Die Berufsbezeichnung des Fotografen ist in Deutschland nicht geschützt!! Jeder kann sich „Fotograf“ nennen – somit ist klar: hier sind auch viele schwarze Schafe unterwegs, die weder Erfahrung noch das notwendige Wissen haben.

In diesem Sinne wünscht euch das ganz Team von Sarah Kastner ein glückliches Händchen bei der Wahl eures Fotografen und ein gutes Gelingen.

Auch Fotografinnen brauchen mal ein Foto
Mär
02

Haben wir bisher ausschließlich Themen rund um die Fotografie selbst angesprochen, so soll sich das nun ändern. Wir haben uns überlegt, auch einmal ein paar Geheimnisse aus dem Fotostudio öffentlich zu machen - quasi die tägliche Arbeit schildern. Außerdem geben wir einen Blick hinter die Kulissen. Dazu gehört es auch, gelegentlich Fotos aus Shootings zu zeigen, die ja das Ergebnis unserer Bemühungen sind. Und gerne teilen wir ein paar Neuigkeiten mit euch.

Und damit das nicht nur eine Ankündigung bleibt, fangen wir gleich heute damit an.

Wisst ihr eigentlich, was wir tun, wenn mal gerade kein Kunde da ist? Hier könnt ihr es sehen !

Teamfoto

The best time is P A R T Y T I M E !


Eure Mitleidstränen werden sich in Grenzen halten, wenn ihr diese motivierte Truppe seht (v.l.n.r. Sarah Kastner, Eva Aldinger, Hella Kühner, Aufnahme von Pia Waletzky).

Die Kernmannschaft hat es tatsächlich geschafft, einen ganzen Nachmittag im Studio zu verbringen und dabei keine Kamera anzufassen. Es war ein Spaßnachmittag mit dem positiven Nebeneffekt, dass mal alle wieder VOR der Kamera standen. Dabei sind Bilder entstanden, die man mit der Leserschaft unseres Blogs und natürlich auch den Kunden, Freunden und Interessenten teilen kann.


Wie sehr wir unsere Arbeit lieben, könnt ihr vielleicht hieran erkennen:

Hinter den Kulissen beim Fotoshooting

oder auch daran

Hinter den Kulissen beim Teamshooting

Frage an diejenigen, die wir schon einmal bei uns begrüßen durften. Ist euch eigentlich aufgefallen, dass wir eigentlich (fast) immer gut drauf sind. Hier seht ihr einen Grund dafür: Teamwork wird bei uns groß geschrieben. Freundlicher Umgang miteinander ist für uns eine Selbstverständlichkeit! Dieses nette Miteinander und die gute Stimmung kommen dann auch den Kunden zugute.

Ein klein wenig ernster wurde es aber dann auch noch. Die Damen haben sich entschlossen, auch noch seriöse Bilder zu machen.
 

Teamfoto Businessstyle


Natürlich geht es auch verspielter, wie im Bild unten. Wer bei uns schon ein Familien- oder Kindershooting erlebt hat wird das ein oder andere Accessoir wiedererkennen.
 

Teamfoto Kidsstyle

 

Unsere Stammkunden wissen natürlich, dass wir Kindershootings anbieten. Mehrmals im Jahr werden dabei auch spezielle Sets nur für Kinder entworfen und aufgebaut. Der Aufwand ist zwar groß, aber da diese zeitlich begrenzten Sets immer ausgebucht sind, ist es den Aufwand wert. Was gibt es wichtigeres als zufriedene Kunden, selbst wenn sie noch so klein sind.

lustiges Teamfoto

 

Der Weg von Kinder- zu Familienfotos ist ja nicht ganz so weit. Und damit die Profis, die das ganze Jahr über hinter der Kamera stehen, auch wieder mal ein Gefühl dafür bekommen, was sie den Familienmitgliedern in bestimmten Situationen so abverlangen, mussten sie auch selbst mal das Kuscheln üben. Nur wer weiß, wie Kunden sich fühlen, kann sich darauf auch einstellen. 

 

seriöses Teamfoto

 

Ach ja, noch ein Wort zu den Outfits auf den beiden vorstehenden Aufnahmen: "Weniger ist manchmal mehr!" Vor allem wenn es um Farben geht. Der allzu bunte Mix im Familienclan kann so manch schöne Aufnahme ruinieren. Die Damen beraten gerne - hilft aber nur, wenn das Angebot vor dem Shootingtermin genutzt wird.

 

Last but not least mussten alle noch in Einzelshoots antreten. Passbilder sind da weniger geeignet, das Leid des Opfers vor der Linse nachzuempfinden. Also war Portrait angesagt. Stellvertretend für die Truppe hat sich der Schreiberling die Freiheit genommen und ein Bild von Eva ausgesucht.

Eva in Business Casual

So ! Das war also der kleine Rückblick zu einem (nicht ganz so) typischen Nachmittag. Das ganze Team von Sarah Kastner Fotografie hofft, dass ihr etwas über die Damen und auch das, was sie anbieten erfahren konntet.

Vielleicht kommt der ein oder andere ja mal vorbei und erzählt uns, was ihm an dem Artikel gefallen hat.

Bis demnächst also.

Die Bilderstrecke - einfacher als gedacht
Feb
09

Nachdem wir die letzten beiden Male etwas technischer unterwegs waren, wenden wir uns heute mal wieder Bildideen zu. Wir möchten euch etwas über Bilderstrecken erzählen.

Lt. Duden ist eine Bilderstrecke die "Zusammenstellung von Bildern zu einem bestimmten Thema". Wir haben es unterstrichen: Es geht um EIN (gemeinsames) Thema. Welches Thema, das entscheidet ihr. Und da habt ihr Millionen von Möglichkeiten. 

Hier einmal ein paar spontane Ideen:
Bilderstrecke Baum: den gleichen Baum zu verschiedenen Jahreszeiten ablichten, gut wäre es, wenn es immer wieder ungefähr der gleiche Kamerastandort wäre. Nachteil ist hier sicherlich, dass es fast ein Jahr dauert, bis die Bilder im Kasten sind.
Bilderstrecke Schuhe: fotografiert mal alle Schuhe der Freundin und stellt die paar hundert Bilder ins Netz, um eurer Freude Ausdruck zu verleihen
Bilderstrecke Fastfood 1: schlendert mal durch die nächst größere Stadt und macht Bilder von allem, was da an kleinen und großen Häppchen an den Ständen angeboten wird

Bilderstrecke Fastfood 2: macht Bilder von den Personen, die gerade kleinere oder größere Häppchen verdrücken. Das könnte zwar deutlich lustiger werden, als das Beispiel davor, allerdings ist das so eine Sache mit den Bildrechten. Ihr müsst euch das Ok der abgelichteten Person besorgen.
Bilderstrecke Brücken: Brücken in der Umgebung - kleine und große. Ganz egal
Bilderstrecke Brücke: Details von nur EINER Brücke

Wir hoffen, dass die Beispiele zeigen konnten, worauf es ankommt und dass ihr selbst das Thema festlegt. Es muss nur etwas gemeinsames in den Bildern geben.

Auch das Team von Sarah Kastner Fotografie nutzt die Möglichkeiten der Bilderstrecke. Hier mal eines der jüngeren Beispiele. Wie ihr seht, geht es hier nicht um Sachen, sondern um eine Person - eine hübsche noch dazu.

Collage mit verschiedenen Gesichtsausdrücken



Unser Modell Lily hat mit der Kamera gespielt und auf diese Art viele schöne Aufnahmen ermöglicht. Dabei gibt mehrere Möglichkeiten, wie man diese Aufnahmen in den Kasten bekommt.
Möglichkeit 1: euer Modell soll immer wieder andere Posen (Körperhaltungen) annehmen. Die könnt ihr selbst ansagen - also Arm höher, etwas mehr nach links schauen, Kopf runter, Füße ....usw.". Ihr könnt euch zwischen den Bildern so viel Zeit lassen, wie ihr möchtet bzw. braucht.
Möglichkeit 2: Schwieriger ist es, verschiedene Gesichtsausdrücke einzufangen. Ruft eurem Modell zu, was es für die nächste Aufnahme tun soll, z.B. lachen, traurig aussehen, nachdenklich. Das ist allerdings nur etwas für geübte Modelle. Wenn ihr zum ersten Mal die Cousine, oder noch schlimmer den Cousin, ablichtet, wird das in der Regel etwas schwierig werden.
Möglichkeit 3: vereinbart mit eurem Opfer, dass es nach jedem Bild selbständig den Gesichtsausdruck ändern soll. Es kommt auch hier wieder auf die Person an, ob das funktioniert
Möglichkeit 4: sagt eurem Modell, dass es nach jedem Bild selbstständig die Körperhaltung wechseln soll. Wichtig ist hierbei der Hinweis, dass es keine großen Änderungen sein müssen. Also nur einen Arm anders halten, nur den Kopf drehen oder so ähnlich. Damit hat man oft die besten Chancen. Nach ein paar Bildern hat das Modell den Bogen raus und es kommen viele interessante Aufnahmen zustande.

Natürlich gibt es auch noch andere Varianten, aber das habt ihr sicherlich schon längst selbst erkannt. Die Zusammenstellung oben ist von der Modellseite natürlich schon ein sehr hohes Niveau. Gesichtsausdruck und die Pose passend dazu für das nächste Bild selbständig zu wechseln, gelingt nicht vielen. An dieser Stelle nochmals ein großes Lob an unser tolles Modell Lily.


Das Team von Sarah Kastner Fotografie wünscht euch wieder viel Spaß beim Ausprobieren.

Raus aus der Wohlfühlposition
Jan
26

Heute wollen wir ein paar Worte zum Fotografen/ zur Fotografin sagen, genauer gesagt zu dem üblichen Verhalten dieser merkwürdigen Spezies. Wir schließen uns da gerne mit ein. Automatisch neigen wir Fotografen dazu, unsere Fotos erst einmal im Stehen zu versuchen – aus der sogenannten „Normalperspektive“. Aber dies kann schnell langweilig werden, oder schlimmer noch nicht zum besten Ergebnis führen. 

Probiert mal, euch auf den Boden zu setzen oder zu legen (Froschperspektive). Oder noch ganz andere Positionen beim Fotografieren einzunehmen. Vor allem wenn euer Motiv viel tiefer als ihr angesiedelt ist, kann eine Aufnahme im Stehen eventuell sehr unvorteilhaft sein. Begebt euch auf Augenhöhe mit dem Motiv! Oder, wenn es denn wirklich "von oben" sein soll, besorgt euch eine Leiter und fotografiert von richtig hoch oben (Vogelperspektive). Egal wie, diese Positionswechsel können eure Fotos viel Pepp verleihen. Und damit es etwas einfacher wird, hier mal ein paar Beispiele. Sarah und Co. haben mal im Archiv gekramt und bei den "Making Off" einiges ausgraben können.

 

Fotoshooting am Tegernsee

 

Unser erstes Beispiel (Bild oben) zeigt ein Shooting auf einem Bootssteg. Schön zu erkennen, dass sich Sarah auf Augenhöhe des Modelles begibt. Die Besonderheiten der Location haben es erlaubt, dass sie dabei stehen konnte. Ansonsten hätte sie tief in die Hocke gemusst, oder sich alternativ auf den Steg legen müssen. Dadurch wäre aber dann der Reflektor zum Problem geworden (würde ins Bild ragen).


Die nächsten beiden Beispiele sind auf ähnliche Weise entstanden .... aber dennoch im Detail etwas anders. Im ersten dieser Bilder ist die Kamera etwas unterhalb der Aufhöhe, um durch den dunklen Strauch hindurch fotografieren zu können. Das kniende Modell wird durch die Wahl eines Weitwinkelobjektivs fast vollständig abgebildet. Die Fotografin braucht außerordentlich viel Erfahrung, um Bilder zu schießen, bei denen der Kopf des Modelles über der Kameraachse liegt. Vielfach liest man, dass man Bilder "von unten" generell vermeiden soll. Probiert es einfach einmal selbst aus. Und nicht traurig sein, wenn die ersten Ergebnisse für die Tonne sind oder zumindest sehr merkwürdig aussehen.

Fotoshooting im Feld

 

Im dritten Bild liegt die Fotografin flach auf dem Boden. Durch den leicht abschüssigen Boden ist sie aber erst dadurch auf Augenhöhe mit dem Modell. Es ist uns allen klar, dass die Gegebenheiten der Location manchmal zu solchen Verrenkungen zwingen. Aber was tut man nicht alles für ein gutes Bild.

Fotoshooting am Gardasee


Und hier wieder ein Beispiel der besonderen Art. Schaut es euch einmal in Ruhe an bevor ihr weiter lest.

Fotoshooting in Mainz

 

Im vorstehenden Bild hat Sarah eine recht ungewöhnliche Variante gewählt. Ungewöhnlich, weil Porträts von unten nach oben schwierig sind und selten gemacht werden. Das haben wir weiter oben schon einmal erwähnt. Insbesondere kann die abgelichtete Person arrogant oder einfach nur ganz seltsam ungewohnt rüber kommen. Um diese Effekte zu mildern fotografiert sie aus einiger Entfernung, wodurch der Winkel von der Waagerechten aufwärts deutlich kleiner wird. Gewusst wie !

 

Das nächste Making Off entstand bei einem Shooting mit einem Modell im Auto:

Fotoshooting mit Oldtimer

 

Klar, dass man sich bücken muss, um durch die herunter gekurbelte Seitenscheibe fotografieren zu können. Damit ist man dann automatisch auch auf Augenhöhe mit dem Modell. Wichtig ist hier noch ein kleines Detail. Da das Licht im Auto etwas düster ist, wurde Tageslicht über einen Reflektor eingeleitet.

 

Zum Schluss noch eine im Studio bzw. Indoor von Fotografen oft genutzte Variante. Ein Bild von der Leiter, wodurch der Fotograf samt Kamera deutlich höher als das Modell zu stehen kommt. Wird diese Methode meist für Modelle im Liegen angewendet, so steht unser Bodypainting-Modell für diese außergewöhnlich Aufnahme.
 

Shooting im Fotostudio

 

Wie ihr an all den Beispielen erkennen könnt, muss der Fotograf oder die Fotografin sich vorher genau überlegen, wie er/sie das Bild gestalten und umsetzen will. Gute Ergebnisse und zufriedene Modelle rechtfertigen aber den Aufwand.

In diesem Sinne wünscht das Team von Sarah Kastner Fotografie wieder viel Spaß beim Probieren.

Der richtige Weißabgleich - Teil 2 manueller Abgleich
Jan
12

Im letzten Artikel haben wir bereits einige Möglichkeiten für den Weißabgleich vorgestellt. Dabei haben wir uns auf die vordefinierten Abgleiche der Kamera konzentriert und ausgeführt, wann sie zu benutzen sind. Außerdem haben wir etwas zu den ungefähren Farbtemperaturen erzählt. Leider sind die Lichtverhältnisse nicht immer ganz eindeutig, so dass die vordefinierten Einstellungen an der Kamera nicht zum richtigen Ergebnis führen würden. Oder der Fotograf möchte sich nicht auf "ungefähre" Einstellungen verlassen. Bei Mischlicht (Kunstlicht plus Tageslicht) oder wenn verschiedene, unterschiedliche Lichtquellen im Spiel sind, greifen die Voreinstellungen meistens nicht.

Um zu einer korrekt belichteten Aufnahme wie z.B. der Lilie weiter unten zu kommen, bieten die meisten Spiegelreflex auch die Möglichkeit, es ganz genau zu machen. Allerdings braucht man dazu ein kleines Hilfsmittel. Die Rede ist von der Graukarte. Ein Beispiel für eine Graukarte seht ihr im nächsten Bild.
 

Weißabgleich mit Graukarte


 

Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. So wie hier abgebildet aus Kunststoff, Größe ca. 20 cm x 15 cm - und obwohl nicht mal einen Millimeter dünn recht robust. Natürlich sind sie auch in anderen Größen erhältlich. Aber auch zusammenfaltbare "Karten" werden gerne benutzt. Egal für welche Variante ihr euch entscheidet, eines ist allen Graukarten gemeinsam - sie reflektieren etwa 18% (17,68%) des einfallenden Lichtes. Damit sie das unabhängig von der Lichtquelle können, sind sie auf eine besondere Art beschichtet. Auf Einzelheiten zur Metamerie freien Beschichtung möchten wir aber nicht eingehen, da uns das in der Praxis nicht weiter hilft und wir selbst auch nicht über genügend Fachwissen verfügen. Wichtig ist nur zu wissen, dass ein klein bisschen graue Pappe das NICHT leisten kann. Bei hellem Tageslicht mag es ja gehen, aber bei Kunstlicht versagt die Pappe.

 

Nun zur Praxis. Nehmen wir mal an, die Lichtverhältnisse sind nicht ganz eindeutig und wir entscheiden uns, die Einstellung manuell vorzunehmen. Hochtrabend kann man auch sagen, wir kalibrieren die Kamera selbst auf die Farbtemperatur unseres Motives, um ein gleich gutes Ergebnis wie bei der rechten Lilie zu erreichen.
 

Weißabgleich Vergleich


Wie hilft uns denn unserer Graukarte, einen Weißabgleich der Kamera vor zu nehmen. Keine Angst, es ist ganz einfach. Wir machen ein Bild von der Graukarte und sagen der Kamera, dass sie dieses Bild für den Weißabgleich benutzen soll. Das ist alles. Solltet ihr so wie wir noch alte Kameras ohne Spracheingabe haben, geht ihr in folgenden Schritten vor:

1. im (Schnell-) Menu den Punkt manueller Weißabgleich auswählen (kann auch später gemacht werden, muss aber vor Punkt 4 erfolgen)
2. die richtige Kombination aus Blende und Zeit für das Bild einstellen (ob Av, Tv, M oder Automatik ist egal). Wenn ihr mit Blitz fotografieren wollt, muss auch das Bild der Karte mit Blitz gemacht werden.
3. ein korrekt belichtetes Bild von der Karte machen und dabei folgendes beachten:
    a) Karte an oder vor das Motiv stellen/ halten
    b) aus der gleichen Richtung fotografieren, aus der ihr später euer Motiv ablichten möchtet
    c) die Graukarte möglichst formatfüllend fotografieren; sie nimmt das ganze Bild ein
    d) Autofokus kann/ sollte abgeschaltet sein, da die Kamera wegen fehlender Kontraste auf der Karte wahrscheinlich nicht automatisch scharf stellen kann und deshalb nicht auslösen wird
   e) das Bild der Graukarte muss NICHT scharf sein; ein diffuses/ unscharfes Bild reicht, da es nur um die Farbe/ Farbtemperatur geht
4. an der Kamera die Einstellung "Custom WB" auswählen. Das führt dazu, dass die Kamera das zuletzt gemachte Bild anzeigt und fragt, ob dieses Bild für den Weißabgleich benutzt werden soll. Einfach mit OK/ SET bestätigen und das war es dann. Die Kamera ist jetzt auf diese Lichtsituation kalibriert.

Wenn ihr das 1 oder 2 mal gemacht habt, merkt ihr, dass es in einer Minute zu machen ist und natürlich tolle Ergebnisse liefert. Die Kosten für eine Graukarte liegen übrigens bei unter 10 € für die einfache Kunststoffkarte. Faltbare Ausführungen kosten je nach Größe 15 bis 20 €.

Natürlich kann man den Weißabgleich auch nach dem Shooting am PC machen, das dürfte aber nicht so genau sein und kostet mehr Zeit. Und außerdem kann man die Graukarte auch für die Belichtungsmessung einsetzen....aber das erzählen wir ein anderes Mal.

Wie immer viel Spaß beim Ausprobieren und gutes Gelingen für eure Bilder.